Lieber spät als nie: Wüstenstrom hat seinen Mitte Dezember 2008 erschienen Freundesbrief nun auch im Internet veröffentlicht. Im "Diskurs" bietet Wüstenstrom Einblick in ihr Konzept der Veränderungsarbeit, im "Wüstenstrom für Freunde" berichtet die Organisation von ihrer Sicht der Ereignisse, die im Jahre 2008 über sie hereinbrachen. Seitenlange Klagen über Meinungsterror, Schimpf und Schande erwecken den Eindruck einer Märtyrervereinigung.
Samstag, 13. Juni 2009
Wüstenstroms Freundesbrief 2008
Lieber spät als nie: Wüstenstrom hat seinen Mitte Dezember 2008 erschienen Freundesbrief nun auch im Internet veröffentlicht. Im "Diskurs" bietet Wüstenstrom Einblick in ihr Konzept der Veränderungsarbeit, im "Wüstenstrom für Freunde" berichtet die Organisation von ihrer Sicht der Ereignisse, die im Jahre 2008 über sie hereinbrachen. Seitenlange Klagen über Meinungsterror, Schimpf und Schande erwecken den Eindruck einer Märtyrervereinigung.
Dienstag, 9. Juni 2009
Nach dem Marburger Kongress
Der umstrittene Seelsorgekongress der APS in der Marburger Uni ist vorüber. Allerdings werden die Streitereien rund um den Kongress Spuren hinterlassen: auf der einen Seite bei den (vornehmlich evangelikalen) Christen, die sich vermeintlich in einer beispiellosen Opferrolle wiederfinden, in welcher ihr Recht auf eine freie Meinung durch eine bös agitierende "Homolobby" nur durch Polizeischutz gewährleistet werden konnte. Wenig glücklicher sieht es auf der anderen Seite aus: Homosexuelle, Psychologen und Politiker sehen durch die erfolgreich durchgeführten Vorträge von den kritisierten Vertretern der ExGay-Bewegung in Deutschland (Vonholdt, Hoffmann, Gerlach) einen Erfolg für die ExGay-Bewegung schlechthin, die verunsicherte Homosexuelle dazu ermuntert, durch Reparativtherapie in ein heterosexuelles Muster umgepolt werden zu können - mit oftmals katastrophalen Konsequenzen. Doch der Streit hatte unter dem Strich auch etwas gutes:
Beitrag vom Hessischen Rundfunk:
Beitrag von 3sat:
- Selten wurde das Thema Christsein und Homosexualität so sehr in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit gebracht wie in den letzten Tagen. Jeder konnte dabei die tiefen Gräben feststellen, die sich durch die Gesellschaft von Evangelikalen und Liberalen ziehen. Diese Feststellung ist auch für eine positive Veränderung grundsätzlich notwendig.
- Auf jeder Seite wurde endlich einmal klar ausgesagt, wo der Schuh drückt. So hat z.B. Gabriely Kuby, eine der Unterstützerinnen des Kongresses, sich in ihrem Artikel "Sexueller Totalitarismus" grundsätzlich gegen Homosexuelle gewandt ("bei Homosexualität geht es um eine ethische Bewertung von Verhalten, also welchen Gebrauch der Mensch von seiner Willensfreiheit im Bereich der Sexualität macht") und kriminalisiert Homosexuelle zu "Gesinnungsterroristen", die nichts anderes im Schilde führten als ihre "Perversionen" mit allen Mitteln zu legalisieren - und spricht somit vielen Homophobikern direkt aus der Seele. Dass Texte wie dieser auf unwissenschaftlichen Vorurteilen basieren und jeglicher Grundlage entbehren interessiert dann kaum noch. Aber auch Ärzteschaft und professionelle Fachkräfte hatten Gelegenheit, auf Unwissenschaftlichkeit und Lebensgefahren der Exgay-Bewegung hinzuweisen. Deutlicher kann vor den Gefahren, die von Wuestenstrom und "Offensive Junger Christen" ausgehen können, kaum noch gewarnt werden. Jeder kann so selbst entscheiden, wie verantwortungtsvoll er mit seinem Leben umgehen möchte.
- Während evangelikale Christen sich einer beispiellosen Kampagne "linker Fundamentalisten" ausgesetzt sehen, die sich mit allen Mitteln gegen scheinbar christliche Werte stellen würden, sind viele Homosexuelle entsetzt über den rechtsnationalen Ruck, den viele Evangelikale bereit sind zu gehen, wenn es darum geht, homosexuell orientierte Menschen zu schaden.
- Die Frage, die weiterhin im Raum bleibt, lautet: was ist "Hilfe" wirklich für Homosexuelle? Ist es Hilfe, sie in ihren Ängsten vor ihrer eigenen sexuellen Identität zu unterstützen, um sie zu umpolenden Maßnahmen zu motivieren (und andere Homosexuelle automatisch in christlichen Kreisen als "krank" und "bemitleidenswert" zu stigmatisieren und auszugrenzen) - oder ist es Hilfe, Menschen behutsam zu dem zu führen, was sie sind: ihrem Menschsein, all dem, was sie als Ganzes ausmacht. Die Exgay-Bewegung beharrt darauf, "homosexuelle Neigungen" abgewöhnen zu können, weil von einer homosexuellen Identität einfach nicht ausgegangen werden kann. Professionelle Ärzte allerdings stärken die Menschen in ihrem Selbst und haben die Tage wieder viele Gründe feststellen können, der Exgay-Bewegung kritisch entgegenzutreten. Sie wissen, dass ein Großteil der Exgay-Klienten aus ihrer "seelsorgerliche Therapie" aussteigen und von ihrer christlichen Bewegung dann fallengelassen werden.
Beitrag vom Hessischen Rundfunk:
Beitrag von 3sat:
Evangelische Kirche: Gott liebt alle Menschen
Erst kürzlich verfasste die Evangelische Kirche Westfalen einen bemerkenswerten Text, gerade in Bezug der Ausgrenzung Homosexueller aus der Kirche spricht der Text eine klare Sprache: Homosexuelle sollen wie selbstverständlich mit am Gemeindeleben teilhaben dürfen, deren Alltagserfahrungen solle mit anderen geteilt werden. Schließlich habe Jesus selbst nie einen Menschen zurückgewiesen. Damit setzt die Evangelische Kirche Westfalen ein deutliches Zeichen.
Mittwoch, 20. Mai 2009
Zwischenraum auf Deutschem Evangelischen Kirchentag
Auf dem diesjährigen Deutschen Evangelischen Kirchentag, der von heute bis Sonntag in Bremen stattfinden wird, wird auch die ökumenische Gruppe Zwischenraum vertreten sein. Bei Zwischenraum handelt es sich mehrheitlich um Christen, die ihre Homosexualität verantwortungsvoll vor Gott leben möchten, teilweise aber auch um Ex-Ex-Gays oder andere ExGay-Überlebende. Am Freitag, 22. Mai, wird Zwischenraum einen Gottesdienst in der Bremer St. Pauli Kirche veranstalten.
Dienstag, 19. Mai 2009
Informationsveranstaltung in Marburg zu Wüstenstrom
Anlässlich des am 20. Mai beginnenden christlichen "Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge" in Marburg unter dem Hauptthema "Identität - der rote Faden in meinem Leben", zu dem auch Sprecher der deutschen Exgay-Bewegung geladen sind, findet in Marburg am 20. Mai um 20.30 Uhr eine Informationsveranstaltung zu Umpolungsangeboten in Deutschland statt. Diplom-Psychologin Angela Dorn setzt sich in der Veranstaltung mit der Wissenschaftsgeschichte der Pathologisierung von Lesben und Schwulen auseinander.
Ort: Café am Grün, Marburg. Der Eintritt ist frei.
Ort: Café am Grün, Marburg. Der Eintritt ist frei.
Freitag, 15. Mai 2009
Marburger Kongress: Fachärzte kommen zu Wort
16 Marburger Psychotherapeut(-inn)en haben vor einer Woche gemeinsam eine Erklärung unterschrieben, in der sie sich explizit gegen die unwissenschaftlichen Thesen von Christl Vonholdt (DIJG) und Markus Hoffmann (Wüstenstrom) stellen:
Kommentiert:
Wiener Zeitung: Seelenheil für Homosexuelle
Marburger niedergelassene Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten widersprechen Dr. Christl Ruth Vonholdt, die behauptete, Psychotherapeuten in Deutschland würden in der Regel Menschen, die homosexuell empfinden und damit unglücklich sind, angemessene Hilfe verweigern. Diese müssten ins europäische Ausland fahren, ja, Telefontherapie in Kalifornien aufsuchen, um angemessen behandelt zu werden. Diese Unterstellung fuße auf Dr. Vonholdts Überzeugung, eine homosexuelle Neigung sei grundsätzlich mit Mitteln der "richtigen" Psychotherapie verlernbar, wenn der Betreffende dieses wolle.
"Diese Überzeugung ist mit dem heutigen Stand der Wissenschaft nicht vereinbar und weckt falsche Erwartungen. Sie ist Ausdruck der Angst, Heterosexualität sei gleichfalls bei falschen Vorbildern verlernbar. Frau Dr. Vonholdt und ihr nahestehende Organisationen (Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft - DIJG, Wüstenstrom) und Personen (Diakon Markus Hoffmann u.a.) drücken damit eine gesellschaftspolitische Position aus: das gleichberechtigte Zulassen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften berge die Gefahr der "Kulturzerstörung"."
Ebenso wenden sich die unterzeichnenden Therapeuten entschieden gegen Dr. Vonholdts Aussage, das Fehlen eines gegengeschlechtlichen Elternteils sei für sich bereits schädlich für ein Kind:
"Kinder können sich in Beziehungen, die eine stabile, sichere und liebevolle Bindung anbieten und individuelle psychosexuelle Entwicklungen des Kindes nicht unterbinden, gut entwickeln. Diese menschlichen Werte haben Vorrang vor der Frage der Geschlechtlichkeit der Partnerschaft, in der ein Kind aufwächst. Wir wenden uns gegen die Auffassung, dass nur die Einheit von Vater und Mutter als für die Entwicklung von Kindern günstig und schützenswerter kultureller Wert angesehen wird. Die Diskriminierung von Elternschaft in anderen Lebensformen, seien es allein Erziehende oder homosexuell empfindende Menschen, schafft neues Leid. Die sexuelle Orientierung eines Kindes ist nicht davon abhängig, ob es in einer heterosexuellen oder homosexuellen Partnerschaft aufwächst. Ein mit homosexueller Neigung geborenes Kind kann bei diese Neigung ablehnenden heterosexuellen Eltern ebenso seelischen Schaden nehmen wie ein Kind, das bei einem in dieser Hinsicht intoleranten gleichgeschlechtlichen Paar aufwächst. Um fundierte Aussagen über die Entwicklungsbedingungen von Kindern homosexueller Eltern machen zu können, wurde aktuell vom Bundesjustizministerium eine Studie in Auftrag gegeben.
Das von Frau Dr. Vonholdt genannte Akzeptieren homosexueller Lebensweisen jenseits gesellschaftlicher Gleichberechtigung ist Ausdruck einer nur oberflächlichen Toleranz. Der aktuelle Stand der wissenschaftlich begründeten Psychotherapie widerspricht Dr. Vonholdts Thesen, dass gleiche partnerschaftliche Rechte für Homo- und Heterosexuelle für eine Gesellschaft schädlich seien.
Bis heute leiden Menschen auf Grund fehlender gesellschaftlicher Toleranz und mangelnder Gleichberechtigung ihrer Partnerschaften an ihrer homosexuellen Orientierung. Manche leiden auch an einem Wertekonflikt, der es ihnen verbietet, ihre homosexuelle Neigung auszuleben. Einen solchen Konflikt, nämlich seine Sexualität nicht ausleben zu wollen (oder zu können), kann es genauso bei Heterosexuellen geben.
Entsprechend stellt der Berufsverband Deutscher Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie (BVDP) fest: Homosexualität ist keine Krankheit, sondern eine häufige Form menschlichen Zusammenlebens und bedarf keiner Therapie Psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlungsansätze gelten nicht der Homosexualität als solcher, sondern den Konflikten, die mit der Homosexualität in Verbindung mit religiösen, gesellschaftlichen oder verinnerlichten Normen entstehen. Therapeutische Ziele sind in erster Linie die Prävention psychischer Folgeerkrankungen wie Depressivität und Suicidalität sowie die Stabilisierung des Selbstbildes. Dabei werden die individuellen Lebensumstände und Bedürfnisse des Betroffenen und seiner Familie berücksichtigt.
Patienten möchten manchmal Unveränderbares verändert haben. Seriöse Psychotherapie sollte sich davor hüten, Erwartungen zu wecken, die nicht erfüllbar sind oder eine gesellschaftspolitische Position als "wissenschaftlich begründet" zu behaupten, die lediglich der eigenen Ideologie entspringt."
Kommentiert:
Wiener Zeitung: Seelenheil für Homosexuelle
Dienstag, 28. April 2009
Marburger Kongress: Wissenschaft versus Meinungsvielfalt
Auf dem evangelikal orientierten Psychiater-kongress in der Marburger Uni im Mai werden Vertreter der deutschen Exgay-Bewegung erwartet, unter anderem Markus Hoffmann von der Exgay-Organisation Wüstenstrom und Christl Vonholdt von der Offensive Junger Christen (DIJG). Beide sind in Deutschland längst keine Unbekannten mehr: Im Jahr 2007 wurde Hoffmanns angekündigtes Homoheilungsseminar auf einem internationalen Kongress in der Universität Graz nach massiven Protesten von weltweiten Ärzteverbänden abgesagt, und Vonholdt publiziert seit Jahren homophobe Publikationen, in denen Homosexualität stets als psychosexuelle Krankheit dargestellt wird, die es zu heilen gilt. Ihr geplantes Seminar auf dem Christival 2008 wurde abgesagt. Die Sorge, in den Räumen der Universität Marburg unterschwellig homophobes Gedankengut verbreitet zu wissen, wird von mehreren Gruppen geteilt, z.B. von SPD, Grünen, FDP, dem Vorsitzenden der FH Frankfurt, der AStA der Uni Trier und nicht zuletzt vom Berufsverband Deutscher Fachärzte Für Psychiatrie und Psychotherapie, die sich in einer aktuellen Stellungnahme zu Konversionstherapien äußern:Die wissenschaftliche Forschung hat in den letzten 30 Jahren einen enormen Erkenntniszuwachs bezüglich Entstehung, Diagnostik, Verlauf und Therapie psychischer Störungen erbracht.
Der Berufsverband deutscher Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie nimmt deshalb zur öffentlichen Diskussion um „Konversionstherapien“ oder „reparative Therapien“ bei Homosexualität wie folgt Stellung:
• Homosexualität ist keine Krankheit, sondern eine häufige Form menschlichen Zusammenlebens und bedarf keiner Therapie
• Der Ausdruck „reparative Therapie“ suggeriert fälschlicherweise eine vorherige Fehlfunktion, die korrigiert werden soll
• Psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlungsansätze sind nicht die Homosexualität als solche, sondern die Konflikte, die mit der Homosexualität in Verbindung mit religiösen, gesellschaftlichen und internalisierten Normen entstehen
• Therapeutische Ziele sind in erster Linie die Prävention psychiatrischer Folgeerkrankungen wie Depressivität und Suizidalität sowie die Stabilisierung des Selbstbildes unter Berücksichtigung der individuellen Lebensumstände und der Bedürfnisse des Betroffenen und seiner Familie.
• Haben homosexuell lebende Menschen psychische Erkrankungen, so sind diese unabhängig von der Homosexualität zu diagnostizieren und zu behandeln. Der Homosexualität kommt in diesem Fall die Bedeutung eines Kontextfaktors zu.
Der Kongressveranstalter sieht sich unterdessen nicht veranlasst, auf die Forderungen von Politik, Wissenschaftsverbänden und Betroffenengruppen einzugehen. Die Seminare sollen wie geplant durchgeführt werden. Stattdessen fühlen sich insbesondere Vertreter der evangelikalen Bewegung in Deutschland durch die Kritik am Kongress angegriffen. So hat der christliche Newsblog MEDRUM am 20.4. eine eigene Unterschriftenliste mit über 400 Unterzeichnern veröffentlicht, die an der Aktion "Für Freiheit und Selbstbestimmung" teilgenommen haben. In dieser Aktion geht es laut Medrum darum, die Rede- und Therapiefreiheit auf dem Kongress nicht einschränken zu lassen, ein uneingeschränkter fachlicher Dialog müsse erlaubt bleiben. Zu den Erstunterzeichnern gehören unter anderem Gabriele Kuby, Robert Spaemann, der Salzburger Weihbischof Andreas Laun, CDU Bundestagsabgeordneter Norbert Geis, Fraktionsvorsitzender CDU Marburg Philipp Stompfe, die rechtsextreme Regina Wilden, und die Kölner Professorin Edith Düsing, deren Unterschrift in Köln einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hat. Auch die Liebenzeller Mission unterstützt diese Aktion.
Der Ärger geht aber noch weiter: nun hat die Marburger CDU ihrerseits einen Antrag gestellt, den Kongress wie geplant durchführen zu lassen. Zwischen Volker Beck (Grüne) und Norbert Geis (CDU) schaukeln sich die Emotionen hoch.
Einen hoffnungsvollen Schritt wagten der Kongressveranstalter APS und der Lesben- und Schwulenverband Deutschland, die sich am gestrigen 13. Mai in Frankfurt zu einem Gesprächsaustausch trafen, allerdings ohne Ergebnis: Hoffmann und Vonholdt sollen wie geplant ihre Seminare abhalten dürfen, dafür bürgt die APS dafür, Konversionstherapien definitiv ablehnened gegenüberzustehen. Damit widerspricht sich die APS zum Schluss selbst, seither kann man davon überzeugt sein, dass der Kongress tatsächlich ein "Homoheiler-Kongress" werden wird.
Das Autonome Lesben- und Schwulenreferat der Uni Köln hat nun ihrerseits eine Unterschriftenliste gestartet nach dem Motto "Für Akzeptanz und Gleichberechtigung":
Der Erklärung „Für Freiheit und Selbstbestimmung“ des Forums „Medrum“ wird nun die Gegenerklärung „Für Akzeptanz und Gleichberechtigung“ - verfasst durch das Autonome Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln (LUSK) - entgegengesetzt. Die Erklärung des Forums „Medrum“ wie Ihre Unterzeichner sind seit letzter Woche durch den diskriminierenden Inhalt in der Öffentlichkeit stark in Kritik geraten. In der Gegenerklärung „Für Akzeptanz und Gleichberechtigung“ werden die homophoben Thesen und Argumentationslinien aufgezeigt und richtiggestellt...Mittlerweile wird die Angst vor Randalierern an den Kongresstagen immer größer. Umpolungs-Befürworter sprechen von "Meinungsterror" und sehen ihre Redefreiheit in Gefahr.
Kommentiert:
Süddeutsche Zeitung: 'Homoheiler' im Hörsaal
Oberhessische Presse: Reaktionen auf Therapeuten-Kongress
Evangelischer Pressedienst: Wirbel um evangelikalen Kongress
StevenMilverton: Marburger Topics
GayWest: Marburger Topics
Sonntag, 19. April 2009
hr: Wüstenstrom erneut im Fernsehen
Anlässlich des skandalträchtigen Kongresses Ende Mai in Marburg berichtet der Hessische Rundfunk in der Sendung "Defacto" heute erneut von der Exgay-Organisation Wüstenstrom:
Desweiteren berichtet der Tagesspiegel von weiteren wissenschaftlichen Vereinen, die sich der Forderung des LSVD anschließen, diskriminierenden Rednern in den Räumlichkeiten der Universität kein Podium zu bieten: "Unis sollten Quacksalber nicht fördern".
Der christliche Verein „Wüstenstrom“ glaubt, Homosexualität „heilen“ zu können. Auf seiner Homepage lädt der kirchenunabhängige Verein den Besucher ein: „Wenn Sie Fragen zum Bereich Identität oder Sexualität haben, würden wir uns freuen, Ihnen durch unser Beratungs-, Seminar-, Selbsthilfe- oder Fortbildungsangebot weiterhelfen zu können.“ So auch Andreas. Er suchte die Hilfe bei „Wüstenstrom“ und ging als gebrochener Mensch wieder heraus. Wissenschaftler warnen vor fahrlässigem Umgang mit Hilfebedürftigen – besonders wenn es sich um unqualifiziertes Personal handele. Etwa Markus Hoffmann, seines Zeichens Sozialarbeiter und Mitarbeiter des Vereins Wüstenstrom. Ausgerechnet Markus Hoffmann ist nun als Referent auf dem Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge eingeladen, der vom 20. bis 24. Mai in der Marburger Uni und Stadthalle stattfinden soll. SPD und Grüne laufen nun Sturm und verlangen von der Stadt Marburg und der Universität, sich von den umstrittenen Referenten zu distanzieren.
Desweiteren berichtet der Tagesspiegel von weiteren wissenschaftlichen Vereinen, die sich der Forderung des LSVD anschließen, diskriminierenden Rednern in den Räumlichkeiten der Universität kein Podium zu bieten: "Unis sollten Quacksalber nicht fördern".
Samstag, 18. April 2009
Marburger Psychotherapiekongress wird skandalträchtig
Mittlerweile berichten die unterschiedlichsten Medien über den 6. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge in Marburg. Grund ist wie bereits schon angekündigt der Auftritt verschiedener Vertreter der deutschen ExGay-Bewegung in der Marburger Uni, in der der Kongress abgehalten werden soll. Schnell wurde seitens des Deutschen Lesben- und Schwulenverbandes Kritik laut, "pseudowissenschaftlichen Homoheilern" würde ein Forum auf Kosten des Steuerzahlers geboten, insbesondere anstößig werden die Seminare von Markus Hoffmann (Wüstenstrom), Christl Ruth Vonholdt (Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft / Offensive Junger Christen) und Michael Gerlach aufgefasst, die schon in der Vergangenheit für homophobe Äußerungen und Werbung für Umpolungsmöglichkeiten unerwünschter Homosexualität gesorgt hatten. So glauben diese Referenten, Homosexualität sei eine unerwünschte krankhafte Fehlentwicklung, die es zu heilen gelte. Der Kongressveranstalter wiederum widerspricht den Anschuldigungen, homophoben Gastrednern ein Podium zu bieten. Es ginge bei der Veranstaltung nicht um das Thema Homosexualität, sondern um das Thema Identität, so die Entgegnung, die aber irgendwie nicht greifen mag. Deshalb haben sich nun auch GRÜNE und SPD eingeschaltet, auch Marburgs OB Vaupel mag sich von den strittigen Seminaren distanzieren. Die Universitätsleitung, die die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, sieht dennoch nach wie vor keinen Handlungsbedarf. Bei dem Veranstalter handle es sich um einen seriösen Partner, mit dem man keine negativen Erfahrungen gemacht habe. Aber auch der Verband Lesbischer Psychologinnen und Schwuler Psychologen, der Allgemeine Studentenausschuss der Universität Marburg und die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften befürchten Menschenrechtsverletzungen: „Unter dem Deckmantel der Wissenschaft vermitteln einzelne ReferentInnen ein konservatives Bild von der heterosexuellen Ehe als einzigem Lebensmodell und stigmatisieren Homosexualität als krankhaft und nicht erwünscht.“ Deshalb auch hat sich recht spontan ein "Bündnis gegen Sexismus, Homophobie und Religiösen Fundamentalismus" gebildet.Mittlerweile berichten auch der Hessische Rundfunk, Der Spiegel, Die Welt und die taz über den Kongress. Den Beitrag des hr gibt es hier zu sehen:
Stellungnahme Autonomes Schwulenreferat Marburg (PDF)
Kommentiert: TheGayDissenter - Die Homo-Heiler, Das Schwulenheilen muss man doch wenigstens versuchen dürfen!
Dienstag, 7. April 2009
TIMM: Homosexuelle bei ProChrist unerwünscht
Auf der evangelikalen Missionsveranstaltung ProChrist sind Homosexuelle unerwünscht - egal ob sie Christen sind oder nicht. Das berichtete gestern der TV-Sender TIMM. Schwule und Lesben würden in Chemnitz von der ProChrist-Veranstaltung explizit ausgeschlossen werden. Der evangelikale ProChrist-Prediger Ulrich Parzany wird zitiert: "Praktizierte Homosexualität ist eine schöpfungswidrige Anomalie, das Christentum ist die einzige Erlösung". ProChrist verstößt Schwule und Lesben, nachzusehen auf TIMM.
Kommentiert: TheGayDissenter - Im Auftrag des Schöpfers gegen die Schöpfung
Kommentiert: TheGayDissenter - Im Auftrag des Schöpfers gegen die Schöpfung
Sonntag, 22. März 2009
ethos: "Homosexualität ist psychosexuelle Unreife"
Ein vor längerer Zeit erschienener Artikel in der schweizerischen christlichen Zeitschrift ethos diagnostiziert Homosexualität als psychosexuelle Entwicklungsstörung, der man allerdings in Kindheits- und Jugendtagen präventiv entgegenwirken könne, z.B. durch eine "dauerhafte, liebevolle Vater-Sohn-Beziehung". So wird Homosexualität als Krankheit dargestellt, die einen Menschen unreif und somit auch unglücklich mache. Die Zeitschrift stützt sich dabei auf die pseudowissenschaftliche Vereinigung NARTH, die konstatiert, dass durch des fehlenden Beweises eines Schwulengens Homosexualität nicht vererbbar sei, und daher also als antrainiert zu sehen sei: Gerade durch das Internet könne der "sexuell verunsicherte Jugendliche" mittels Pro-Gay-Organisationen an pornografische Schriften geraten, die den Jugendlichen nicht mehr loslassen würden, homosexuelle Suchtverhaltensweisen seien die Folge.
Wie drastisch solche "Erkenntnisse" auf Jugendliche wirken können, die durch die gepredigte Homophobie gelernt haben sich selbst abzulehnen und zu hassen, wird durch die Selbstmordrate unter Jugendlichen immer wieder deutlich: Homosexuelle Jugendliche tragen ein bis zu 4-fach höheres Risiko sich umzubringen. Das nicht, weil sie etwa "süchtig" seien oder "unreif", sondern weil Institutionen wie Kirchen oder gesellschaftliche Einrichtungen ihnen derartige unwissenschaftliche Berichte präsentieren, die ein gruseliges und perverses Bild von Homosexualität zeichnen. Dementsprechend veröffentlicht dazu ein junger Internetblogger sein Erstaunen über diesen Artikel hier in seinem Blog:
Wie drastisch solche "Erkenntnisse" auf Jugendliche wirken können, die durch die gepredigte Homophobie gelernt haben sich selbst abzulehnen und zu hassen, wird durch die Selbstmordrate unter Jugendlichen immer wieder deutlich: Homosexuelle Jugendliche tragen ein bis zu 4-fach höheres Risiko sich umzubringen. Das nicht, weil sie etwa "süchtig" seien oder "unreif", sondern weil Institutionen wie Kirchen oder gesellschaftliche Einrichtungen ihnen derartige unwissenschaftliche Berichte präsentieren, die ein gruseliges und perverses Bild von Homosexualität zeichnen. Dementsprechend veröffentlicht dazu ein junger Internetblogger sein Erstaunen über diesen Artikel hier in seinem Blog:
ich glaub, ich bin schon homosexuell, muss ich mich jetzt schlecht fühlen?
Ja! Und zwar ganz gewaltig du perverse Sau. Wenn du nicht schnellstens wieder “normal” wirst hat Gott dich nichtmehr sonderlich lieb - sagt zumindest die Bibel. Außerdem bist du genau wie ein Alkoholiker (!) - du müsstest nur mehr an deinem Willen arbeiten und dich nicht immer deinen Lüsten hingeben.
Sonntag, 15. März 2009
Kritik an christlichem Fundamentalismus - Buch erschienen
Die beiden NDR-Redakteure Oda Lambrecht und Christian Baars recherchierten mehrere Jahre intensiv in evangelikalen Kreisen, warum gerade dort christlicher Fundamentalismus aufblühen kann und für andere sogar bedrohlich werden kann. Das Ergebnis ist das eben erschienene Buch "Mission Gottesreich - Fundamentalistische Christen in Deutschland". Auf dem Cover sieht man einen brüllenden Reinhard Bonnke, der in einem Stadion von tausenden Anhängern umjubelt wird. Dazu die Autoren: Wir haben zahlreiche fundamentalistische Gemeinden und Veranstaltungen besucht, mit Gemeindemitgliedern, Aussteigern, Predigern und Theologen gesprochen, Internetforen beobachtet, viele Bücher und Zeitschriften von bibeltreuen Christen gelesen, unzählige Predigten gehört. Das Buch zeigt die Arbeit und Ziele von Gemeinden, Vereinen, Missionswerken und Lobbygruppen in Deutschland. Wir berichten über autoritäre Strukturen, angebliche Wunderheilungen und Dämonenaustreibungen, genauso wie über Intoleranz, Wissenschaftskritik und aggressive Mission. Und wir haben Vertreter der "Evangelischen Kirche in Deutschland" (EKD) gefragt, warum sie sich nicht deutlicher von diesen radikalen Positionen abgrenzen.
Unter der Überschrift "Keine Akzeptanz für Homosexualität" liest man:
Der evangelikale Theologe Friedhelm Jung zum Beispiel schreibt: "Evangelikale sind davon überzeugt, dass eine Gesellschaft untergehen wird, die Homosexualität als normal erklärt und gleichberechtigt neben Heterosexualität stehen lässt." Auch der Vorsitzende des evangelikalen Dachverbandes "Deutsche Evangelische Allianz", Jürgen Werth, ist der Meinung, dass Homosexualität nicht dem "schöpfungsgemäßen Auftrag des Menschen" entspreche. Aus seiner Sicht sind Menschen dazu da, die Erde zu "verwalten" und sich zu "mehren". Das ginge in homosexuellen Partnerschaften weder bei Männern noch bei Frauen.
Viele christliche Fundamentalisten stellen Homosexualität als Leiden oder Störung dar und werben für "Therapien", die eine "Veränderung" der sexuellen Orientierung bewirken. Auch der "Allianz"-Vorsitzende Jürgen Werth glaubt daran, dass Homosexualität veränderbar sei und dass man diese Möglichkeit auch keinem verweigern dürfe. Er kenne Menschen, bei denen es eine Veränderung gegeben habe, so Werth. Wie tief die gehe, könne er natürlich nicht beurteilen. Der "Bund Freier evangelischer Gemeinden" (BFeG) meint, Homosexualität sei ein psychisches Problem. "Am überzeugendsten erscheint uns nach wie vor die Erklärung, Homosexualität als Störung in der komplexen Entwicklung der Geschlechtsidentität zu verstehen." Zahlreiche Homosexuelle würden unter ihrer Neigung leiden und Veränderung suchen. Auch der "Arbeitskreis für Geistliche Gemeindeerneuerung" (AGG), eine Gruppe von Evangelikalen in den evangelischen Landeskirchen, verurteilt Homosexualität als Sünde und schreibt in einer Stellungnahme, dass Heilung von einer homosexuellen Veranlagung möglich sei. Dies würden Tatsachenprotokolle Betroffener und Erfahrungen wissenschaftlicher Therapeuten belegen.
Idea fasst in groben Zügen den Inhalt des Buches zusammen, interessant sind vor allem die von großteils fundamentalistischen Evangelikalen geschriebenen Kommentare: kaum ein Schreiber geht in seiner Kritik inhaltlich auf das Buch ein, man rechtfertigt sich etwas unbeholfen mit Bibelzitaten.
Nachtrag: Der NDR berichtet über den evangelikalen Lobbyismus in seiner Sendung ZAPP.
Freitag, 13. März 2009
Deutsche Exgay-Organisationen treten in Marburg auf
Vom 20. bis 24. Mai 2009 lädt die Akademie für Psychotherapie und Seelsorge e.V. in Marburg zum 6. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge ein. Unter einer ganzen Reihe von eingeladenen Rednern finden sich auch Namen von selbsternannten Therapeuten und Publizisten aus dem christlichen Spektrum, die ihre Klienten zur Umpolung ermutigen und sie dabei begleiten: Markus Hoffmann (Wüstenstrom), Michael Gerlach, Christl Ruth Vonholdt (DIJG), Roland Werner, Rolf Trauernicht (Weißes Kreuz).
Thema des Kongresses lautet: "Identität - der rote Faden in meinem Leben". Da wir nun schon lange wissen, dass Leute wie Markus Hoffmann oder Christl Vonholdt die eigene Homosexualität niemals als identitätsstiftend bezeichnen würden, bleibt die bange Frage, wie groß der Schaden dieses Kongresses für all die homosexuell betroffenen Menschen sein dürfte, die sich durch das verbreitete homosexuellfeindliche und pseudowissenschaftliche Gedankengut dadurch eher minderwertig und krank fühlen dürften. Deshalb wäre das Leitthema unter der Bezeichnung "homosexuelle Identität - das rote Tuch in meinem Leben" weitaus treffender, meint zumindest der Blog gaywest.
Vorsitzender der Marburger Akademie ist Dr. Martin Grabe, Chefarzt der Psychotherapeutischen Klinik Hohemark in Oberursel, Träger ist der christliche Deutsche Gemeinschafts-Diakonieverband (DGD) GmbH, Marburg.
Kommentiert: Gaywest: das rote Tuch
Thema des Kongresses lautet: "Identität - der rote Faden in meinem Leben". Da wir nun schon lange wissen, dass Leute wie Markus Hoffmann oder Christl Vonholdt die eigene Homosexualität niemals als identitätsstiftend bezeichnen würden, bleibt die bange Frage, wie groß der Schaden dieses Kongresses für all die homosexuell betroffenen Menschen sein dürfte, die sich durch das verbreitete homosexuellfeindliche und pseudowissenschaftliche Gedankengut dadurch eher minderwertig und krank fühlen dürften. Deshalb wäre das Leitthema unter der Bezeichnung "homosexuelle Identität - das rote Tuch in meinem Leben" weitaus treffender, meint zumindest der Blog gaywest.
Vorsitzender der Marburger Akademie ist Dr. Martin Grabe, Chefarzt der Psychotherapeutischen Klinik Hohemark in Oberursel, Träger ist der christliche Deutsche Gemeinschafts-Diakonieverband (DGD) GmbH, Marburg.
Kommentiert: Gaywest: das rote Tuch
Montag, 9. März 2009
Doku: Going Straight - Hetero durch Umerziehung
Der TV-Sender TIMM strahlte letzten Dezember und Februar die Dokumentation über eine Gruppe homosexueller Männer aus, die in ihrem christlichen Verständnis alles dafür tun, von ihrer "Perversion" der Homosexualität wegzukommen. Ein englisches Kamerateam begleitete für kurze Zeit eine Gruppe umpolungswilliger Männer in ihrem Programm von Exodus, Amerikas größter Umpolungsorganisation, und der Zuschauer erhält auf beklemmende Weise Einblicke in die Art und Weise, wie Exodus mit Männern umgeht, die bereit sind, wirklich alles dafür zu tun, um von ihrer Orientierung befreit zu werden.Ein Trend in christlich-fundamentalistischen Zirkeln der USA stellt die Bekehrung Schwuler zur Heterosexualität dar. Wie dies genau gehen soll, sprich wie Menschen gegen ihre Sexualität ankämpfen und um jeden Preis "normal" werden wollen, veranschaulichen einige Fallbeispiele in dieser Dokumentation: Da wäre z.B. Greg, der 20 Jahre offen schwul gelebt hat, und auf einmal glaubt, dass er Gott etwas schulde, da dieser ihn bislang vor einem Aidstod bewahrte. Als Dank lässt er sich in einem christlichen Umerziehungsprogramm "umpolen". Auch in anderen Fällen scheint es Bedarf für solche Maßnahmen zu geben – etwa wenn homosexuelle Familienväter darin die letzte Chance sehen, ihre Ehe zu retten.
Going Straight - Hetero durch Umerziehung Teil 1
Going Straight - Hetero durch Umerziehung Teil 2
Going Straight - Hetero durch Umerziehung Teil 3
Going Straight - Hetero durch Umerziehung Teil 4
Diskussion dazu im TIMM-Forum
Sonntag, 8. März 2009
AMOS-Preis 2009 für Dr. Leistner
Heute um 12 Uhr verleiht die kirchenpolitische Vereinigung Offene Kirche den mit 5000 Euro dotierten AMOS-Preis für Zivilcourage in Religion, Kirche und Gesellschaft der Sozialpädagogin Dr. Herta Leistner aus Ütteroda (Thüringen) für ihre Verdienste um die Wahrnehmung und Interessenvertretung homosexueller Menschen in den Kirchen. Leistner habe als eine der ersten kirchlichen Mitarbeiterinnen das Schweigen um die Realität homosexueller Existenz auch in der Kirche gebrochen. Mit ihrem Buch „Hättest Du gedacht, dass wir so viele sind?“ habe sie Tausenden von anderen Menschen geholfen, ihr Doppelleben in der Kirche zu überdenken und zu verändern. Die Preisverleihung findet in der Stuttgarter Erlöserkirche statt.
Nachtrag: gewohnt kritisch äußert sich dazu das Nachrichtenmagazin idea.
Nachtrag: gewohnt kritisch äußert sich dazu das Nachrichtenmagazin idea.
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